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Persönliche Erinnerung mit individuellen Grabmalen

Grabmale aus Naturstein, nicht selten in Kombination mit anderen Materialien sind die bleibende Visitenkarte eines gelebten Lebens. Für viele Jahrzehnte steht das Grabmal im Zentrum des Grabes und erinnert die Besucher an die Persönlichkeit und Individualität der bzw. des Verstorbenen.

Im Zentrum des Grabes steht das Grabmal. Aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, bietet es zahlreiche Möglichkeiten, den Gefühlen der Hinterbliebenen Ausdruck zu verleihen und an das Leben des Verstorbenen zu erinnern. Dabei sind der Name, die Lebensdaten und je nach Region auch ein Foto das Herzstück, um das sich viele gestalterische Elemente ranken. Einer anspruchsvollen Gestaltung sind hier keine Grenzen gesetzt: Dem Steinmetz gelingt es mit handwerklichem Geschick die Persönlichkeit des Toten ebenso widerzuspiegeln, wie Hobbies oder besondere Vorlieben darzustellen. Dabei gibt es allein schon in Deutschland große regionale Unterschiede. Der Besuch eines Friedhofs ist daher für viele Menschen sogar im Urlaub selbstverständlich, wenn sie sich für die Kultur ihrer Urlaubsregion interessieren. Nicht selten verbinden sich auf den Grabmalen Bild und Wort zu einer Geschichte über das Leben des Verstorbenen. Der Besucher des Grabes kann darüber sofort eine Verbindung herstellen, fiktive Bilder laufen in seinem Kopf ab. Damit kann die Erinnerung sehr persönlich, aber durchaus auch öffentlich sein. BIV

BU: Das Grabmal ist oft so individuell wie der verstorbene Mensch. Foto: BIV Steinmetze

 

Die Erinnerung gestalten: Friedhofsgärtner sind gefragte Spezialisten

Friedhofsgärtner sind Experten rund um die Gestaltung und Pflege von Gräbern. Sie sind kreativ, einfühlsam, natur- und pflanzenliebend, handwerklich geschickt und bringen ein technisches Verständnis mit. Ihr überwiegender Arbeitsplatz ist der Friedhof, ein Ort der Ruhe und der Erinnerung. Dort kreieren sie weit mehr als Gräber. Sie gestalten einen Rückzugsort und einen Raum für Erinnerungen. Er erlaubt neben der Trauer auch als grüne Oase ein „Abschalten“ und „zur Ruhe kommen“.

 Vielfältige Tätigkeiten

Friedhofsgärtner gestalten Grabstätten, legen Bepflanzungen auf engsten Raum an und pflegen diese. Sie bepflanzen und dekorieren Schalen, binden Kränze und Sträuße. Das geschieht mit viel Einfühlungsvermögen, oft in enger Abstimmung mit den Angehörigen der Verstorbenen. Der Kontakt mit den Trauernden ist selten belastend, denn diese oder die Besucher des Friedhofs begegnen den Friedhofsgärtnern häufig mit Wertschätzung und es wird nach Anregungen, zum Beispiel für eine Bepflanzung im Jahresverlauf, gefragt. Ein schönes Gefühl, wenn man weiterhelfen und das gelernte Wissen weitergeben kann.

Rund ums Jahr beschäftigt

Insbesondere vor christlichen Feiertagen wie Allerheiligen, Ostern, Pfingsten oder Fronleichnam, vor Gedenktagen wie Totensonntag und dem Volkstrauertag oder wenn viele Beerdigungen anstehen, ist einiges zu tun. Aber man arbeitet immer auf ein Ziel hin, was sehr befriedigend sein kann. Friedhofsgärtner sind natürlich im ganzen Jahresverlauf mit abwechslungsreichen Tätigkeiten beschäftigt, zum Beispiel mit jahreszeitlich wechselnden Blumenbepflanzungen. Auch das Schmücken des Grabes mit verschiedenen Nadelgehölzen und der Dekoration mit dauerhaften Gestecken und Schalen gehört in das Aufgabenspektrum. Die provisorische Herrichtung der Grabstätten nach der Beisetzung sowie der Verkauf von Pflanzen und Dienstleistungen erfolgen regelmäßig. Teamfähigkeit ist bei den meisten dieser Tätigkeiten wichtig, denn viele Arbeiten auf dem Friedhof – wie das Bepflanzen eines Grabes – werden meist im Team erledigt.

Gute Perspektiven

Wer die Natur liebt, Pflanzen und Menschen mag, gerne kreativ ist, und auch Technik spannend findet, bringt wichtige Voraussetzungen für den Beruf des Gärtners mit Fachrichtung Friedhofsgärtnerei mit. Und das ist noch lange nicht alles: Zu kaum einer anderen Zeit war die Zukunft der Friedhofsgärtnerei so vielfältig wie jetzt. Augenblicklich entstehen an vielen Orten interessante neue Grabformen, die das Einzelgrab zu einem Bestandteil einer größeren Grabanlage machen, zum Beispiel Memoriam-Gärten, NaturRuh-Areale oder gärtnerbetreute Gemeinschaftsgrabanlagen. Diese werden komplett von Friedhofsgärtnern gepflegt, die Angehörigen haben keine Arbeit und können sich über das harmonische Erscheinungsbild der Anlage freuen. Wer sich also entschließt, eine Ausbildung zum Friedhofsgärtner zu machen, kann den Wandel in der Friedhofskultur aktiv und innovativ mitgestalten. Und trägt zudem dazu bei, kulturelle und ökologische Räume der Ruhe in einer zunehmend hektischen Zeit zu bewahren und zu erhalten. GMH

 

Wer Pflanzen liebt, gerne kreativ ist und den Kontakt mit Menschen mag, für den ist eine Ausbildung zum Friedhofsgärtner genau richtig. Foto: GdF, Bonn

Ort der Erinnerung

In vielen Kulturen ist der Friedhof ein Ort der Erinnerung und der Trauer. Mit sorgfältig angelegten Gräbern bietet er darüber hinaus auch Erholung von einer hektischen Welt.

In der kleinteiligen Struktur finden viele Pflanzen, Vögel und kleine Wildtiere einen geschützten Lebensraum. Friedhofsgärtner pflegen und schützen diesen Ort der Erinnerung.      

Wer Interesse am Beruf hat, findet mehr Informationen und Hilfe bei der Suche nach Ausbildungsbetrieben auf www.beruf-gaertner.de und auf www.ruhebewahrer.de.