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Plötzlicher Todesfall: Was ist jetzt zu tun?

Der plötzliche Tod eines Familienangehörigen oder eines guten Freundes hinterlässt tiefe Trauer und Fassungslosigkeit bei den Hinterbliebenen. Gerade in dieser emotionalen Ausnahmesituation, die nicht durch Krankheit oder hohes Alter vorhersehbar war, stellt sich die Frage „Was ist jetzt zu tun?“. Hier bringt eine kleine Übersicht des Bundesverbandes Bestattungsbedarf Licht ins Dunkel und zeigt, wer bei den weiteren Schritten helfen kann.

Ganz wichtig ist es zunächst, Angehörige und Freunde über den Todesfall zu informieren und ihnen – wenn gewünscht – ein persönliches Abschiednehmen zu ermöglichen. Dies kann bei einer Beerdigung im Sarg während der Trauerfeier geschehen oder, falls eine Einäscherung geplant ist, im Vorfeld in den Räumlichkeiten des Bestatters, bei dessen Auswahl Freunde und Angehörige manch guten Rat geben können. Außerdem muss zwischenzeitlich ein Arzt den Tod des Angehörigen feststellen, damit der Totenschein ausgestellt werden kann. „Der Totenschein wird für das Beantragen der Sterbeurkunde benötigt, die bei sämtlichen Behördengängen das wichtigste Dokument ist. Die Urkunde muss beim Standesamt der Ortsgemeinde oder bei der Stadtverwaltung des Ortes, in dem der Mensch verstorben ist, beantragt werden. Übernehmen können das Angehörige und Vertrauenspersonen des Verstorbenen, Bevollmächtigte oder der Bestatter“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Bestattungsbedarf, Dirk-Uwe Klaas. Danach sei es sinnvoll, einen Mitarbeiter des Bestatters nach Hause einzuladen beziehungsweise den Bestatter in seinen Geschäftsräumen aufsuchen, um mit ihm die Modalitäten der Abschiednahme zu klären. „Dazu zählen zum Beispiel die Bestattungsart sowie die Auswahl von Bestattungswäsche, Sarg oder Urne. Sie spielen eine große Rolle für diesen ‚letzten Dienst‘“, so Klaas. Im Rahmen des persönlichen Gespräches können dem Bestatter auch die weiteren Wünsche hinsichtlich des Ablaufs der Feier, des Bestattungstermins, sowie der Organisation und des Versands der Trauerkarten mitgeteilt werden. Der anschließende Besuch beim Hersteller beziehungsweise Lieferanten des Grabschmuckes und die Auswahl der Lieblingsblumen des Verstorbenen runden die Vorbereitungen für die Beerdigung ab. „Eine gute Gelegenheit, dem Verstorbenen im Kreise von Familie, Freunden und Kollegen nochmals ganz nahe zu sein, bietet der an die Beisetzung anschließende Beerdigungskaffee, für dessen Organisation Familie und Freunde mit einbezogen werden können“, erklärt Klaas.


Ausnahmesituation Trauerfall. Foto: Bundesverband Bestattungsbedarf/Fotolia

Auf diese weiteren Dinge ist zu achten

Neben all der Trauer ist es wichtig, die persönlichen Dokumente des Verstorbenen zusammenzusuchen und das womöglich verwaiste Eigenheim zu sichern. Hierbei können Familie und Freunde ebenfalls mit einbezogen werden und ihre Hilfe einbringen. Zudem sollte die Sterbeurkunde in mehrfacher Ausfertigung beim Standesamt des Sterbeortes besorgt werden. „Ganz wichtig ist es außerdem, dass der Erbschein beim zuständigen Nachlassgericht beantragt wird. Dabei bringt ein Notar gerne seine Hilfe ein“, erklärt Klaas. Anhand der ausgestellten Urkunden und der im Haushalt des Verstorbenen aufgefundenen Bankdaten und Versicherungsscheine müssen die entsprechenden Unternehmen vom Tod des Angehörigen unterrichtet und die Verträge gekündigt werden, da sie sonst Folgekosten nach sich ziehen können. Nach Sichtung der persönlichen Dokumente, Akten und Habseligkeiten ist es zudem wichtig zu unterscheiden, was für die einzelnen Hinterbliebenen von großem emotionalem Wert ist. Dazu kommt die Auflösung der Wohnung oder womöglich auch der Verkauf des Eigenheims des Verstorbenen. „Hierfür sollte man sich allerdings Zeit nehmen und etwas abwarten, um bei dieser wichtigen Angelegenheit einen klaren Kopf zu bewahren“, so Klaas. Zu den zentralen Aufgaben des Notars gehört schließlich die Testamentseröffnung und auch die Abwicklung des Verkaufs von Haus oder Wohnung. Ist dies alles vorbei und erledigt, kehrt erstmals Ruhe ein und die Gedanken können sortiert werden. Große emotionale Aufgaben stehen allerdings noch an: Das Aufräumen den Grabes, die Organisation der Grabpflege und der Besuch beim Steinmetz für eine würdevolle Gestaltung der Ruhestätte. „Die Pflege des Grabes kann von Grabpflege-Unternehmen weitergeführt werden. Vielen Menschen hilft es jedoch, die Grabgestaltung und Pflege eigenhändig zu erledigen, denn hierbei besteht nochmals die Möglichkeit der Abschiednahme und der Aufnahme des gedanklichen Kontakts zu dem Verstorbenen“, schließt Klaas.

Was nach dem Tod eines Angehörigen erledigen werden muss

Nach der Bestattung kommt die Haushaltsauflösung

Ein Todesfall in der Familie kann dazu führen, dass die Erben vieles erledigen müssen. So gilt es in einem solchen Fall, einiges zu organisieren, wie zum Beispiel sich mit erbrechtlichen Dingen auseinanderzusetzen und sich um den Nachlass zu kümmern.

Versicherungen müssen benachrichtigt werden, laufende Abos sind zu kündigen, und und und…. Eine schwierige Phase, in der unter Umständen auch noch Haushaltsauflösungen anstehen. Aber wie macht man das? Wer den Haushalt eines verstorbenen Verwandten auflösen muss, steht oft vor einer großen Aufgabe. Wie packt man es an? Was wird weggeworfen? Gibt es noch Wertsachen oder gut erhaltene Sachen, die noch verkauft werden können? Vielleicht schlummert hier und da noch ein Teil, was für einen Sammler von Wert ist? Was ist wertvoll? Was kann man gewinnbringend verkaufen?

Oft muss die Wohnung noch renoviert werden. Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Denn besonders kurzfristig anberaumte Haushaltsauflösungen stellen Angehörige oftmals vor schwer lösbare Aufgaben. Von der fristgemäßen Übergabe von Räumlichkeiten an die Hausverwaltung und Eigentümer bis zur fachgerechten Entleerung aller Räume, der Weiterverkauf von Mobiliar bis zur umweltgerechten Entsorgung von Sperrmüll und andere Gegenstände nehmen diese Aufgaben viel Zeit in Anspruch.  Und da stellt sich die Frage: Macht man es selbst oder beauftragt man einen Dienstleister im Bereich Haushaltsauflösung. Das spart Zeit, Kosten und oft auch Nerven! Denn gerade eine Haushaltsauflösung ist für viele Menschen eine emotionale Angelegenheit, wenn die Wohnung von Familienmitgliedern oder Freunden geräumt werden muss, kommen viele Erinnerungen hoch. Was wird mit all den Möbeln, den Bildern, dem Schmuck und den Büchern? Vielfach ist es so, dass in einem normalen Haushalt einiges noch zu verwerten ist. Selbst, wenn sich keine großen Schätze finden, ist ein guter Ertrag noch möglich. Möbel, Schmuck und Porzellan erzielen noch gute Preise. 

Niemals sollte man den Wert eines Gegenstands unterschätzen. Besonders interessant sind noch originalverpackte Gegenstände, so zum Beispiel Fotoapparate oder Modell-Autos. Qualifizierte Sachverständige sind die richtigen Ansprechpartner, wenn es um die Einschätzung des Wertes geht. 

Dann gibt es noch die Dinge, von ideellem Wert sind: Briefe, Zeitschriften, Erinnerungen aus einer Zeit, die vielleicht noch für Archive oder Museen interessant sind. 

Spenden für soziale Einrichtungen sind auch immer noch eine Lösung. Man sollte auf jeden Fall den Fachmann hinzuziehen.

 

Bei einer Haushaltsauflösung gibt es viele Dinge mit ideellem Wert. Foto: pixabay.com  

 

Wir haben für Sie eine kleine 

Checkliste zusammengestellt:

•             Bestandsaufnahme des Hausrats 

                (Wohnung, Speicher, Keller, Garten)

•             Aussortieren der Erinnerungsstücke 

                und Wertgegenstände

•             Anbieterauswahl unter Umzugshelfern

                und Transportunternehmen

•             Verkauf von Hausrat über Kleinanzeigen

•             Anmeldung und Entsorgung von Sperrmüll

•             Abtransport des Hausrats

•             Wenn nötig, Renovierung